GNSS
GNSS steht für Global Navigation Satellite System (globales Satellitennavigationssystem) – der Oberbegriff für die Satellitenkonstellationen, die weltweit eine autonome geo-räumliche Positionsbestimmung ermöglichen. Mit einem GNSS-Empfänger kann jedes Gerät seinen exakten Breitengrad, Längengrad und seine Höhe bestimmen. Damit ist die Technologie die Grundlage von GPS-Tracking, Geräten des Internets der Dinge, Navigationssystemen und Haustier-Trackern.
GPS vs. GNSS: Was ist der Unterschied?
Häufig sagen Menschen „GPS“, wenn sie GNSS meinen. GPS ist das Satellitensystem der Vereinigten Staaten und das bekannteste, aber es ist nur eines von mehreren. GNSS ist die übergeordnete Kategorie, die sie alle umfasst:
- GPS – Vereinigte Staaten
- GLONASS – Russland
- Galileo – Europäische Union
- BeiDou – China
Ein Mehr-Konstellations-GNSS-Empfänger kann mehrere dieser Systeme gleichzeitig empfangen, was Genauigkeit und Zuverlässigkeit verbessert – besonders in Städten, wo Gebäude einen Teil des Himmels verdecken.
So funktioniert GNSS
Jeder Satellit sendet fortlaufend ein Signal, das mit dem genauen Zeitpunkt seiner Aussendung versehen ist. Ein GNSS-Empfänger fängt die Signale mehrerer Satelliten auf und misst, wie lange jedes bis zum Eintreffen brauchte. Durch den Vergleich dieser winzigen Zeitunterschiede berechnet er seine Entfernung zu jedem Satelliten und trianguliert seine Position. Für eine genaue 3D-Positionsbestimmung (Breitengrad, Längengrad und Höhe) sind mindestens vier Satelliten erforderlich. Die Kombination mehrerer Konstellationen schärft dies auf wenige Meter – die Grundlage der alltäglichen GPS-Genauigkeit und Satellitenpositionierung.
Anwendungen von GNSS
GPS-Tracking
GNSS liefert die Echtzeit-Standortdaten, mit denen Nutzer den Aufenthaltsort von Fahrzeugen, Objekten oder Haustieren verfolgen können – unverzichtbar für die Wiederbeschaffung nach Diebstahl, den sicheren Transport und die Gewissheit, alles im Blick zu haben.
IoT und vernetzte Geräte
Im IoT treibt GNSS Geofencing, standortbezogene Dienste und die Outdoor-Navigation an. Vernetzte Tracker melden ihre Position über stromsparende Netze und informieren die Besitzer in dem Moment, in dem sich ein Objekt oder Haustier bewegt.
Wo GNSS an Grenzen stößt
Satellitensignale werden in Innenräumen und in dichten urbanen Häuserschluchten schwächer. Dort wird GNSS durch Verfahren der inneren Positionsbestimmung wie WLAN und Bluetooth ergänzt, um eine durchgängige Ortung aufrechtzuerhalten.
GNSS und Invoxia-Tracker
Invoxias GPS-Tracker nutzen GNSS, um Haustiere, Fahrzeuge und Wertgegenstände im Freien zu orten, und koppeln es dann mit smarter, stromsparender Konnektivität, damit das Gerät wochenlang zwischen den Ladevorgängen online bleibt. Wer GNSS versteht, begreift, warum ein Tracker unter freiem Himmel am besten arbeitet und warum die Genauigkeit je nach Umgebung naturgemäß schwankt.
Häufig gestellte Fragen
Ist GPS dasselbe wie GNSS?
Nein. GPS ist ein bestimmtes Satellitensystem (betrieben von den Vereinigten Staaten), während sich GNSS auf alle globalen Satellitennavigationssysteme bezieht – GPS, Galileo, GLONASS und BeiDou zusammengenommen.
Wie genau ist GNSS?
Verbraucher-GNSS-Empfänger sind typischerweise auf wenige Meter genau. Mehr-Konstellations- und Korrekturtechnologien können dies für professionelle Anwendungen auf Zentimeter reduzieren.
Wie viele Satelliten benötigt GNSS zum Funktionieren?
Ein Empfänger benötigt Signale von mindestens vier Satelliten, um eine präzise 3D-Position zu berechnen. Mehr sichtbare Satelliten über mehrere Konstellationen hinweg verbessern sowohl Genauigkeit als auch Zuverlässigkeit.
Funktioniert GNSS in Innenräumen?
Schlecht – Wände und Dächer blockieren die schwachen Satellitensignale. Für die Innenortung wird stattdessen auf ergänzende Technologien der inneren Positionsbestimmung zurückgegriffen.













