Ein Wochenende wegfahren, zur Ferienwohnung fahren, den Hund zum Tierarzt bringen oder eine längere Strecke zurücklegen: Für viele Hundehalter gehört das Auto zum Alltag.
Doch den Hund im Auto mitzunehmen bedeutet nicht einfach, die Tür zu öffnen und loszufahren. Zwischen Sicherheit, Stress, Hitze und rechtlichen Vorgaben lohnt es sich, die Fahrt gut vorzubereiten. Ein ungesicherter Hund kann sich verletzen, den Fahrer ablenken, während der Fahrt in Panik geraten oder bei einer Vollbremsung durch den Innenraum geschleudert werden.
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten kann eine Autofahrt mit Hund aber deutlich ruhiger, sicherer und angenehmer werden. In diesem Artikel schauen wir uns an, was in Deutschland gilt, welche Sicherungssysteme sinnvoll sind und wie Sie Ihrem Hund helfen können, entspannter zu reisen.
Dieser Artikel ergänzt unseren Leitfaden für Urlaub mit Hund und konzentriert sich auf eines der häufigsten Verkehrsmittel für Reisen mit Haustier: das Auto.
Hund im Auto transportieren: Was gilt in Deutschland? #
Wer wissen möchte, wie man einen Hund im Auto transportieren sollte, stößt schnell auf eine wichtige Regel: In Deutschland gilt ein Hund im Auto verkehrsrechtlich als Ladung. Das bedeutet nicht, dass Ihr Hund wie ein Koffer behandelt werden sollte. Es bedeutet aber, dass er so gesichert sein muss, dass er niemanden gefährdet.
Die Grundlage dafür ist § 22 der Straßenverkehrs-Ordnung zur Ladungssicherung. Dort steht, dass Ladung so zu verstauen und zu sichern ist, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann.
Auch § 23 der Straßenverkehrs-Ordnung ist relevant: Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass Sicht und Gehör nicht beeinträchtigt werden und dass das Fahrzeug vorschriftsmäßig ist. Ein Hund, der auf den Schoß springt, nach vorne klettert oder die Sicht behindert, kann also schnell zum Sicherheitsrisiko werden.
Der ADAC fasst es in seinem Ratgeber zum Hundetransport im Auto sehr klar zusammen: Hunde gelten im Straßenverkehr als Ladung und müssen ausreichend gesichert werden, damit sie bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver nicht zur Gefahr werden.
In der Praxis heißt das: Ihr Hund sollte im Auto so gesichert sein, dass er:
- nicht auf den Schoß des Fahrers springen kann;
- nicht in den Fußraum oder auf die Vordersitze gelangt;
- die Sicht nicht behindert;
- bei einem Bremsmanöver nicht durch den Innenraum geschleudert wird;
- ausreichend Platz und Luft bekommt;
- nicht von Gepäck eingequetscht wird;
- keiner gefährlichen Hitze ausgesetzt ist.
Die StVO schreibt nicht ein bestimmtes System vor. Sinnvolle Lösungen sind vor allem:
- ein geeignetes Sicherheitsgeschirr mit Anschnallgurt;
- eine gut gesicherte Transportbox;
- eine stabile Hundebox im Kofferraum;
- ein Kofferraum mit Trenngitter oder Trennnetz;
- ein freier, gut belüfteter und sicherer Platz.
Kurz gesagt: Ihr Hund sollte sicher reisen, den Fahrer nicht ablenken und bei plötzlichen Fahrmanövern geschützt sein.
Wo sollte der Hund im Auto sitzen? #
Es gibt nicht den einen perfekten Platz für jeden Hund. Die beste Lösung hängt von der Größe Ihres Hundes, seinem Temperament, Ihrem Fahrzeug und der Länge der Fahrt ab.
Diese Optionen sind besonders gängig:
| Platz im Auto | Geeignet für | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Rückbank mit Sicherheitsgeschirr | Kleine, mittelgroße und große ruhige Hunde | Das Geschirr muss fürs Auto geeignet sein, keine Leine am Halsband |
| Transportbox | Kleine Hunde, Welpen, ängstliche Hunde | Die Box sollte stabil, gut belüftet und passend groß sein |
| Kofferraum mit Trenngitter oder Trennnetz | Mittelgroße bis große Hunde | Der Kofferraum sollte frei, belüftet und vor Gepäck geschützt sein |
| Hundebox im Kofferraum | Mittelgroße bis große Hunde, längere Fahrten | Die Box muss sicher stehen und dem Hund genug Komfort bieten |
Wichtig ist vor allem, dass Ihr Hund sich nicht frei im Auto bewegen kann. Selbst ein ruhiger Hund kann sich bei einer Vollbremsung, einem Hupen, einer scharfen Kurve oder einem unerwarteten Geräusch erschrecken.
Sicherheitsgeschirr, Transportbox oder Trenngitter: Was ist die beste Lösung? #
Für den sicheren Transport im Auto kommen vor allem drei Lösungen infrage: Sicherheitsgeschirr, Transportbox und Trenngitter beziehungsweise Hundebox im Kofferraum.
Sicherheitsgeschirr #
Ein Sicherheitsgeschirr kann sinnvoll sein, wenn Ihr Hund auf der Rückbank mitfährt. Es hält ihn an seinem Platz und lässt ihm gleichzeitig etwas Bewegungsfreiheit, um sich hinzusetzen oder hinzulegen.
Wichtig: Befestigen Sie Ihren Hund niemals am Halsband. Bei einer Vollbremsung würde der Druck auf den Hals wirken, was zu schweren Verletzungen führen kann. Ein gut sitzendes Geschirr verteilt die Kräfte besser auf Brust und Schultern.
Wenn Ihr Hund noch nicht daran gewöhnt ist, ein Geschirr zu tragen, kann Ihnen unser Leitfaden zum Hund an das Geschirr gewöhnen helfen, das Training Schritt für Schritt aufzubauen.
Transportbox #
Eine Transportbox ist besonders praktisch für kleine Hunde, Welpen oder Hunde, die sich in einem geschlossenen Raum sicherer fühlen. Sie schafft eine Art ruhigen Rückzugsort, reduziert visuelle Reize und kann die Fahrt berechenbarer machen.
Achten Sie darauf, dass Ihr Hund in der Box:
- stehen kann;
- sich umdrehen kann;
- bequem liegen kann;
- gut atmen kann;
- bei Fahrbewegungen möglichst stabil bleibt.
Eine zu kleine Box ist unbequem. Eine zu große Box kann dagegen weniger sicher sein, wenn der Hund bei einer Vollbremsung zu stark in der Box herumrutscht.
Trenngitter, Trennnetz oder Hundebox im Kofferraum #
Für mittelgroße und große Hunde kann der Kofferraum mit Trenngitter, Trennnetz oder stabiler Hundebox eine gute Lösung sein. So ist der Hund klar vom Fahrgastraum getrennt und kann den Fahrer nicht ablenken.
Vor der Abfahrt sollten Sie alles entfernen oder sichern, was herunterfallen, verrutschen oder Ihren Hund verletzen könnte. Der Kofferraum sollte nicht gleichzeitig Gepäckraum, Schuhablage, Wasserflaschenlager und Hundebereich sein.
So bereiten Sie Ihren Hund auf eine Autofahrt vor #
Wenn Ihr Hund nur ins Auto steigt, um zum Tierarzt zu fahren, verknüpft er das Auto schnell mit etwas Unangenehmem. Dann kann es passieren, dass er zittert, hechelt, winselt, stark speichelt, erbricht oder gar nicht erst einsteigen möchte.
Gerade vor längeren Fahrten lohnt es sich, das Autofahren langsam aufzubauen.
Beginnen Sie mit einfachen Schritten:
- Lassen Sie Ihren Hund in das stehende Auto einsteigen.
- Belohnen Sie ihn mit einem Leckerli, Lob oder ruhiger Zuwendung.
- Fahren Sie nur wenige Minuten.
- Beenden Sie die Fahrt mit etwas Positivem, zum Beispiel einem Spaziergang.
- Verlängern Sie die Fahrten nach und nach.
Das Ziel ist, dass das Auto nicht automatisch Stress, Trennung oder Tierarzt bedeutet.
Direkt vor der Fahrt sollten Sie Ihrem Hund keine große Mahlzeit geben. Ein voller Magen kann Übelkeit verstärken, vor allem bei empfindlichen Hunden. Wenn Ihr Hund im Auto häufig erbricht, stark speichelt oder sichtbar leidet, sprechen Sie am besten mit Ihrer Tierarztpraxis. Der Ratgeber von VCA zu Reisekrankheit bei Hunden erklärt gut, wie Übelkeit, Angst und Gewöhnung bei Autofahrten zusammenhängen können.
Während der Fahrt: Gute Gewohnheiten unterwegs #
Sobald Sie unterwegs sind, hängt der Komfort Ihres Hundes vor allem von drei Dingen ab: Stabilität, Temperatur und Pausen.
Auch wenn alles gut läuft, sollten Sie regelmäßige Stopps einplanen. Bei längeren Strecken ist eine Pause alle zwei bis drei Stunden eine gute Orientierung. So kann Ihr Hund trinken, sich strecken, sich lösen und wieder zur Ruhe kommen.
Während der Fahrt sollten Sie daran denken:
- Wasser griffbereit zu haben;
- laute Musik zu vermeiden;
- eine angenehme Temperatur im Auto zu halten;
- möglichst ruhig und vorausschauend zu fahren;
- den Hund nicht den Kopf aus dem Fenster strecken zu lassen;
- die Leine bereitzuhalten, bevor Sie Tür oder Box öffnen.
Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Auf einem Rastplatz, Parkplatz oder an der Tankstelle kann sich Ihr Hund durch ein Geräusch, einen Geruch, ein anderes Tier oder die Aufregung beim Aussteigen erschrecken. Leinen Sie ihn an, bevor Sie die Tür oder Box öffnen.
Wenn Sie eine längere Reise planen, können Sie zusätzlich unsere Checkliste im vollständigen Leitfaden für Urlaub mit Hund nutzen.
Gestresster Hund im Auto: Was hilft? #
Nicht alle Hunde erleben Autofahrten gleich. Manche schlafen nach wenigen Minuten ein. Andere bleiben die ganze Fahrt über angespannt.
Typische Stresszeichen sind:
- Hecheln;
- Zittern;
- Winseln;
- Unruhe;
- starkes Speicheln;
- Erbrechen;
- Versuche, nach vorne zu gelangen;
- Weigerung, ins Auto einzusteigen.
Am besten hilft oft Vorhersehbarkeit. Geben Sie Ihrem Hund immer denselben Platz im Auto, nutzen Sie eine vertraute Decke oder ein bekanntes Objekt und halten Sie die Umgebung ruhig.
Auch positive Verknüpfungen können helfen: ein paar Minuten im Auto, eine Belohnung, dann wieder nach Hause. Danach kurze Fahrten zu angenehmen Orten. Schritt für Schritt wird das Auto weniger bedrohlich.
Wenn Ihr Hund besonders empfindlich ist, kann es helfen, seine Reaktionen über längere Zeit zu beobachten. Bei Invoxia interessieren uns besonders Signale, die Hinweise auf den allgemeinen Zustand eines Hundes geben können, zum Beispiel die Herzfrequenzvariabilität. Sie kann dabei helfen, Veränderungen im Zusammenhang mit Stress, Erholung oder Wohlbefinden besser zu verstehen.
Wie der Biotracker helfen kann, das Wohlbefinden Ihres Hundes im Auto besser zu verstehen #
Auch mit guter Vorbereitung ist es nicht immer leicht zu erkennen, wie Ihr Hund eine Autofahrt wirklich erlebt. Manche Anzeichen sind sichtbar — Hecheln, Unruhe, Zittern — andere sind deutlich subtiler. Ein Hund kann ruhig wirken und trotzdem müde, gestresst oder weniger entspannt sein als sonst.
Hier kann ein Tool wie der Invoxia Biotracker hilfreich sein. Neben dem GPS-Tracking können Sie damit Trends rund um das Wohlbefinden Ihres Hundes beobachten, darunter Aktivität, Ruhephasen, Herzfrequenz, Atemfrequenz und Herzfrequenzvariabilität.
Der Biotracker kann außerdem transportbezogene Bewegungen erkennen. So lassen sich die Daten besser einordnen: Nach einer Autofahrt können Sie beobachten, ob Ihr Hund sich normal erholt, mehr schläft als üblich oder ob sich sein Aktivitätsniveau am Ziel verändert.
Auch langfristig kann das nützlich sein. Wenn längere Autofahrten zum Beispiel häufig mit weniger Aktivität, unruhigerem Schlaf oder einer veränderten Routine einhergehen, können Sie künftige Fahrten besser anpassen: häufigere Pausen, Abfahrt zu kühleren Tageszeiten, ein komfortablerer Platz im Auto oder ein langsameres Training zur Gewöhnung.
Natürlich ersetzt der Biotracker weder Ihre eigene Beobachtung noch tierärztlichen Rat. Er ergänzt beides aber um eine objektivere Sicht auf den Alltag Ihres Hundes. Gerade wenn Sie häufig mit Ihrem Vierbeiner unterwegs sind, kann es einen echten Unterschied machen, besser zu verstehen, wie er sich bewegt, ruht und erholt.
Kurz gesagt: Der Biotracker kann Ihnen helfen, eine einfache Frage besser zu beantworten: „Wie kommt mein Hund wirklich mit dieser Fahrt zurecht?“
Invoxia Biotracker
Was wäre, wenn Sie die Fahrten Ihres Hundes besser verstehen könnten?
GPS-Tracking, Erkennung von Transportbewegungen, Aktivität, Ruhephasen und Gesundheitsindikatoren: Der Biotracker hilft Ihnen, das Wohlbefinden Ihres Hundes auch unterwegs im Blick zu behalten.
Biotracker entdeckenHitze im Auto: Eine Gefahr, die oft unterschätzt wird #
Auch wenn Sie nur „kurz zwei Minuten“ weg sind: Lassen Sie Ihren Hund nicht allein im geparkten Auto. Der Innenraum kann sich sehr schnell aufheizen, selbst wenn die Außentemperatur noch harmlos wirkt.
Hunde können ihre Körpertemperatur schlechter regulieren als Menschen. Sie schwitzen kaum und geben Wärme vor allem über Hecheln ab. In einem heißen Auto reicht das schnell nicht mehr aus.
Der ADAC warnt in seinem Ratgeber zum Autofahren mit Hund bei Hitze deutlich vor dieser Gefahr und weist darauf hin, dass das Zurücklassen eines Hundes bei Hitze im Auto auch tierschutzrechtliche Konsequenzen haben kann.
Vermeiden Sie deshalb unbedingt:
- den Hund allein im geparkten Auto zu lassen;
- sich auf ein leicht geöffnetes Fenster zu verlassen;
- in direkter Sonne zu parken, auch nur kurz;
- zur heißesten Tageszeit zu fahren;
- Trinkpausen zu vergessen.
Im Sommer sind Fahrten am frühen Morgen oder am Abend oft angenehmer. Nutzen Sie die Klimaanlage sinnvoll, schützen Sie Ihren Hund vor direkter Sonne und haben Sie immer frisches Wasser dabei.
Um Warnzeichen besser zu erkennen, erklärt unser Leitfaden zum Hitzschlag bei Hunden, worauf Sie achten sollten: starkes Hecheln, Schwäche, Orientierungslosigkeit, Erbrechen, ungewöhnliche Zahnfleischfarbe oder auffällige Müdigkeit.
Mit dem Hund im Auto ins Ausland reisen #
Wenn Sie mit dem Auto eine Grenze überqueren, prüfen Sie vor der Abfahrt die Regeln des Ziellandes.
Für Reisen innerhalb der Europäischen Union brauchen Hunde in der Regel einen Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und einen EU-Heimtierausweis. Das offizielle EU-Portal erklärt die Regeln für Reisen mit Heimtieren in der EU, einschließlich Heimtierausweis und Tollwutimpfung.
Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft informiert über die Regelungen für Reisen mit Hunden, Katzen und Frettchen innerhalb der EU und weist darauf hin, dass für grenzüberschreitende Reisen grundsätzlich ein Heimtierausweis nach einheitlichem Muster mitgeführt werden muss.
Wenn Sie aus einem Nicht-EU-Staat nach Deutschland zurückreisen oder einen Hund aus einem Drittland mitbringen, sollten Sie zusätzlich die Hinweise des Zolls zu Regelungen für Heimtiere prüfen.
Vor einer Auslandsreise sollten Sie kontrollieren:
- Mikrochip-Anforderungen;
- Gültigkeit der Tollwutimpfung;
- EU-Heimtierausweis oder Gesundheitsbescheinigung;
- Einreisebestimmungen des Ziellandes;
- Regeln für die Rückreise nach Deutschland;
- mögliche Anforderungen an Parasitenbehandlungen;
- lokale Vorschriften für den Hundetransport im Auto.
Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Kontaktdaten in der Kennzeichnung beziehungsweise Registrierung Ihres Hundes aktuell sind.
Was tun, wenn der Hund während einer Pause entwischt? #
Pausen sind wichtig, können aber auch riskant sein. Ein gestresster, aufgeregter oder erschrockener Hund kann an einem unbekannten Ort sehr schnell weglaufen.
Vor jedem Ausstieg:
- leinen Sie Ihren Hund an, bevor Sie Tür oder Box öffnen;
- prüfen Sie, ob Geschirr oder Halsband richtig sitzen;
- meiden Sie Bereiche direkt am Verkehr;
- halten Sie Ihren Hund nah bei sich;
- lassen Sie ihn nicht in ungesicherten Bereichen frei laufen.
Ein GPS-Tracker kann bei Urlaubsfahrten, langen Strecken oder Pausen an unbekannten Orten zusätzlich beruhigen. Der Invoxia Biotracker Edition 2026 kann Ihnen helfen, den Standort Ihres Hundes im Blick zu behalten und gleichzeitig Aktivitäts- und Gesundheitsdaten zu verfolgen.
Checkliste vor der Autofahrt mit Hund #
Nehmen Sie sich vor der Abfahrt ein paar Minuten Zeit, um alles Wichtige zu prüfen.
Das sollte im Auto dabei sein #
- Sicherheitsgeschirr, Transportbox, Hundebox oder Trenngitter
- Leine in Reichweite
- Frisches Wasser
- Reisenapf
- Vertraute Decke oder Matte
- Leckerlis
- Kotbeutel
- Handtuch oder Feuchttücher
- Impfpass oder Gesundheitsunterlagen
- EU-Heimtierausweis bei Reisen ins Ausland
- Kontaktdaten einer Tierarztpraxis am Zielort
Vor der Abfahrt prüfen #
- Ihr Hund ist richtig gesichert
- Das Auto ist gut belüftet
- Gepäck kann nicht auf den Hund fallen
- Kennzeichnung und Kontaktdaten sind aktuell
- Pausen sind eingeplant
- Sie haben direkt vor der Fahrt keine große Mahlzeit gegeben
- Bei Auslandsreisen: Einreisebestimmungen sind geprüft
Das klingt nach viel, wird aber schnell zur Routine.
Hund im Auto transportieren: Das Wichtigste in Kürze #
Wenn Sie Ihren Hund im Auto sicher transportieren möchten, zählen vor allem drei Dinge: Sicherheit, Komfort und gute Vorbereitung.
Ihr Hund sollte den Fahrer nicht ablenken und sich nicht frei im Innenraum bewegen können. Geeignete Lösungen sind Sicherheitsgeschirr, Transportbox, Hundebox oder Trenngitter.
Damit die Fahrt gut verläuft, denken Sie auch an Pausen, Wasser, Temperatur und Stress. Ein gut vorbereiteter und sicher platzierter Hund kommt mit Autofahrten meist deutlich besser zurecht — egal ob es nur eine kurze Strecke ist oder der Start in den Urlaub.
Wenn Sie eine komplette Reise mit Ihrem Vierbeiner planen, hilft Ihnen unser Leitfaden für Urlaub mit Hund bei den nächsten Schritten: Reiseziel, Unterkunft, Gesundheit, Aktivitäten und Packliste.
FAQ: Hund im Auto transportieren #
Muss ein Hund im Auto angeschnallt sein? #
Eine ausdrückliche Anschnallpflicht wie für Menschen gibt es nicht. Hunde gelten im Auto jedoch als Ladung und müssen nach § 22 StVO so gesichert sein, dass sie bei Vollbremsung oder Ausweichmanöver nicht verrutschen, umfallen oder zur Gefahr werden. In der Praxis sollten Sie Ihren Hund daher mit einem geeigneten System sichern.
Wie transportiert man einen Hund sicher im Auto? #
Sinnvolle Lösungen sind ein Sicherheitsgeschirr, eine Transportbox, eine stabile Hundebox oder ein Trenngitter. Wichtig ist, dass der Hund nicht frei im Innenraum herumlaufen, nach vorne klettern oder den Fahrer ablenken kann.
Wo sollte der Hund im Auto sitzen? #
Kleine Hunde können oft gut in einer gesicherten Transportbox reisen. Hunde auf der Rückbank sollten mit einem geeigneten Sicherheitsgeschirr gesichert sein. Größere Hunde fahren häufig im Kofferraum mit Trenngitter oder in einer stabilen Hundebox. Der ADAC gibt dazu praktische Hinweise im Ratgeber zum Hundetransport im Auto.
Darf ein Hund auf dem Beifahrersitz mitfahren? #
Empfohlen wird es nicht. Ein Hund auf dem Beifahrersitz kann den Fahrer ablenken, durch den Airbag verletzt werden oder bei einer Vollbremsung nach vorne geschleudert werden. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, muss er zuverlässig gesichert sein und darf niemals auf dem Schoß des Fahrers sitzen.
Droht ein Bußgeld, wenn der Hund im Auto nicht gesichert ist? #
Ja, das ist möglich. Da Hunde als Ladung gelten, kann eine unzureichende Sicherung als Verstoß gegen die Ladungssicherung gewertet werden. Entscheidend ist, ob der Hund den Fahrer behindert, die Sicherheit gefährdet oder bei einem Fahrmanöver zur Gefahr werden kann.
Welches System ist am besten, um einen Hund im Auto zu transportieren? #
Für kleine Hunde ist eine Transportbox oft praktisch. Für mittelgroße Hunde kann ein gutes Sicherheitsgeschirr geeignet sein. Für große Hunde sind eine stabile Hundebox im Kofferraum oder ein Trenngitter häufig sinnvoll. Die beste Lösung hängt von Hund, Fahrzeug und Strecke ab.
Wie beruhigt man einen gestressten Hund im Auto? #
Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an das Auto, mit kurzen und positiven Fahrten. Nutzen Sie einen festen Platz, eine vertraute Decke und eine ruhige Atmosphäre. Fahren Sie möglichst sanft und planen Sie Pausen ein. Bei starkem Stress sollten Sie tierärztlichen Rat einholen.
Warum sabbert oder erbricht mein Hund im Auto? #
Das kann an Reisekrankheit, Stress oder einer negativen Verknüpfung mit dem Auto liegen. Vermeiden Sie große Mahlzeiten direkt vor der Fahrt, starten Sie mit kurzen Strecken und sprechen Sie mit Ihrer Tierarztpraxis, wenn es häufig vorkommt. Der VCA-Ratgeber zu Reisekrankheit bei Hunden erklärt die häufigsten Ursachen und mögliche Trainingsansätze.
Wie oft sollte man bei einer langen Autofahrt mit Hund Pause machen? #
Bei längeren Strecken ist eine Pause alle zwei bis drei Stunden eine gute Orientierung. So kann Ihr Hund trinken, sich bewegen, sich lösen und wieder entspannen.
Darf man einen Hund kurz allein im Auto lassen? #
Bei Wärme sollten Sie das unbedingt vermeiden. Der Innenraum eines Autos kann sich sehr schnell aufheizen. Der ADAC warnt in seinem Artikel zum Autofahren mit Hund bei Hitze deutlich vor den Risiken für Hunde in geparkten Autos.
Welche Dokumente braucht man für eine Autofahrt mit Hund? #
Für Fahrten innerhalb Deutschlands sind Impfpass oder Gesundheitsunterlagen sinnvoll. Für Reisen innerhalb der EU benötigen Hunde in der Regel Mikrochip, gültige Tollwutimpfung und EU-Heimtierausweis. Die offiziellen Regeln finden Sie auf dem EU-Portal für Reisen mit Heimtieren und beim BMEL zu Reisen mit Hunden, Katzen und Frettchen.